Weltenblick – 60 Jahre Soziologie in Zürich

Im Podcast «Weltenblick – 60 Jahre Soziologie in Zürich» taucht die Journalistin und Soziologin Christina Caprez in die Geschichte der Soziologie in Zürich ein und entdeckt unglaubliche Geschichten: Wie die Soziologie durch die Rassenforschung eine mächtige Konkurrenz erhielt, wie der Institutsgründer 1966 die Welt ins provinzielle Zürich holte und wie sich die erste Professorin allein unter Männern behauptete.
Zürcher Soziolog:innen forschten schon früh zu Themen wie Globalisierung, Migration oder Medien und Demokratie, die bis heute hochaktuell sind. Zugleich standen Forschungsschwerpunkte immer im Spiegel der Zeit. Ehemalige Soziologiestudierende sind heute in unterschiedlichsten Berufsfeldern zu finden – im Journalismus, in der Entwicklungszusammenarbeit oder in einer Headhunter-Firma.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Soziologie bis heute im Herzen tragen und der soziologische Blick ihre Haltung prägt. Sie wissen: Heute braucht es die Soziologie mehr denn je!
«Weltenblick – 60 Jahre Soziologie in Zürich» ist ein Geschenk des soziologischen Instituts der Universität Zürich (SUZ) zu seinem Jubiläum, sechs Jahrzehnte nach der Gründung im Jahr 1966.

Weltenblick – 60 Jahre Soziologie in Zürich

Neueste Episoden

7 – Soziologie für eine neue Welt

7 – Soziologie für eine neue Welt

‧ 36m 27s

Wo steht das SUZ heute? An der Posterpräsentation der Bachelorstudierenden stossen wir auf erste erfolgreiche Forschungsprojekte an. Die Themenpalette ist breit – von der «Geschlechterlücke» in Führungspositionen über die Demokratieverdrossenheit auf dem Land bis hin zur Wahl der Krankenkassenfranchise.

6 – Perspektiven entwickeln

6 – Perspektiven entwickeln

‧ 35m 54s

Welche Perspektiven entwickeln Soziolog:innen nach Abschluss des Studiums? In dieser Folge erzählen Marc Herkenrath und Tabitha Gassner von ihrem Werdegang. Während sich Marc nach seinem Studium für eine Stelle beim entwicklungspolitischen Think Tank Alliance Sud entschied, ist Tabitha heute als Direktorin Soziale Einrichtungen und Betriebe Stadt Zürich eine der obersten Drogenverantwortlichen der Stadt.

5 – Macht, Medien, Migration

5 – Macht, Medien, Migration

‧ 37m 51s

In den 1990er-Jahren wurden Migration und Medien zu zentralen Themen des Instituts. Wie schon zuvor trugen Forscher:innen des SUZ dazu bei, polarisierte Debatten mit empirisch fundierten Argumenten zu versachlichen. Prägend waren dabei zwei Professoren: Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, einer der renommiertesten deutschsprachigen Migrationssoziologen, und Kurt Imhof, der damals in der Schweizer Öffentlichkeit präsent war wie kein anderer.

4 – Allein unter Männern

4 – Allein unter Männern

‧ 39m 51s

Zwar waren Studentinnen am SUZ von Anfang an präsent, doch Karriere am Institut machten Männer. Auch in der 1968er-Bewegung waren männliche Studenten Wortführer. Mit Marlis Buchmann erhielt 1990 erstmals eine Frau eine Professur für Soziologie, zunächst an der ETH, 1994 dann in einer 50-50-Aufteilung als Doppelprofessorin an der ETH und Universität Zürich.